Die Verlegeart der Fliesen hängt eng mit der Oberflächentypologie zusammen, auf der die Verlegung durchgeführt wird.
Wir unterscheiden zwei hauptsächliche Arten von Untergrund:
1. Betonuntergrund
2. Bestehender Belag
Der erste Schritt ist, einen Estrich, das horizontale Element, bestehend aus Wasser, Zement oder Inertstoffen, anzufertigen. Je ebener der Estrich ist, desto besser ist das ästhetische Ergebnis und die Haltbarkeit des künftigen Bodens.
Wie wird ein Estrich hergestellt?
Haftestrich
Elemente, die am tragenden Untergrund haften, ideal wenn man über geringe Stärken verfügt, auf denen der Estrich ausgeführt werden soll (weniger als 35 mm). Es ist empfehlenswert, auf dem Untergrund eine Haft-Einpressschicht aufzutragen (Synthesekautschuk und das für die Herstellung des Estrichs verwendete Bindemittel). Auf der frischen Einpressschicht wird die frische Masse für den Estrich aufgetragen (diese Verlegemethode wird als «frisch in frisch» bezeichnet).
Trennestrich
Estriche, die über einer Trennschicht angrenzend an eine tragende Struktur verlegt werden; sie verfügen über eine Stärke von 35/40 mm. Trennestriche sind den Haftestrichen vorzuziehen, wenn eine entsprechende Stärke vorhanden ist, da man an die Setzung und Deformation der tragenden Struktur gebunden ist. Zuerst ist die Verlegung der Trennschicht nötig; dann komprimierbares Material verteilen – eine Schicht – entlang den Wänden (wie Styropor). Um schwimmende Trennestriche auszuführen ist es angesichts der geringen mechanischen Beständigkeit und der starken Komprimierbarkeit des Isoliermaterials nötig, in der Mitte des Estrichs ein elektroverschweißtes Gitter einzusetzen. Um Trennestriche für Heizungen herzustellen, ist der Estrichmasse ein Fließmittel beizufügen (oder spezielle Betonbindemittel/vorgemischte Mörtel), das dazu dient, die Heizspiralen bestmöglich zu umschließen
Wie wird er Estrich aufgetragen?
Das korrekte Verlegen des Estrichs ist entscheidend, um einen ebenen Untergrund für die Verlegung der neuen Fliesen zu erhalten. Wenn der Estrich Rohrleitungen enthält, muss eine Dicke von mindestens 2,5 cm gewährleistet sein; über den Rohrleitungen ist ein Metallgitter anzubringen, um Rissbildung zu vermeiden. Nach dem Anbringen der Nivellierleisten den Estrich auftragen und mit einer Abziehleiste verdichten und nivellieren. Die Oberflächenbearbeitung mit geeigneten Werkzeugen durchführen und darauf achten, nicht zu stark zu glätten, um Phänomene wie Ausbluten zu vermeiden.
Bevor die neuen Fliesen verlegt werden, ist zu überprüfen, ob die Oberfläche:
- Beständig gegen mechanische Beanspruchungen ist: Eine Eigenschaft, die durch eine gute Festigkeit auf der gesamten Stärke des Estrichs gewährleistet wird.
- Sauber ist: Es ist nötig, alle Elemente zu entfernen, die die Anhaftung des neuen Bodens beeinträchtigen können (Fette, Öle, Gipsspuren, Lacke, etc.).
- Keine Risse aufweist: Es ist unerlässlich, alle eventuell vor der Verlegung im Estrich vorhandenen Risse/Spalten zu versiegeln.
- Getrocknet ist: Der Estrich muss vor der Verlegung den normalen hygrometrischen
Schrumpfungsprozess beendet haben (ungefähre Zeit von 7-10 Tagen pro cm Stärke), um das Entstehen von Rissen nach der Verlegung zu vermeiden, die zu Ablösung oder Bruch des verlegten Bodens führen könnten.
Sicherstellen, dass der bestehende Boden keine Risse aufweist und perfekt am Untergrund haftet. Dann ist eine perfekte Reinigung des Bodens mit einer Lösung aus Wasser und Ätznatron bzw. verdünntem alkalischem Reinigungsmittel durchzuführen. Abwägen, ob eventuell mit Schmirgelpapier einzugreifen ist.
Haftet der alte Boden nicht perfekt am Untergrund, ist es äußerst wichtig, die losgelösten Fliesen zu entfernen und die Risse mit Kolatur zu versiegeln. Den bestehenden Boden reinigen und die entstandenen Risse mit schnellhärtendem Ausgleichszement verschließen.